Die Behandlung des Schädels und der kraniosakralen Funktionseinheit
Die Schädelsphäre und die kraniosakrale Funktionseinheit, sowie alle Gewebe des Organismus besitzen eine angeborene Mikrobewegung, die Ausdruck des eigentlichen Lebensprozesses ist. Diese Bewegung manifestiert sich in einem Rhythmus von ca. 12 Zyklen pro Minute und ist vom Herz- und Atemrhythmus unabhängig.
Die propriozeptiven Eigenschaften der Hände der Osteopathin, des Osteopathen ermöglichen es, diesen Rhythmus zu palpieren und ihn bei Bedarf wieder anzukurbeln. In der Osteopathie wird dieses Palpieren „Listening“ oder Abhören der Gewebe genannt. Hiermit können präzise die Qualität und Quantität der Mikrobewegungen in den Schädelsuturen palpiert und die endokranialen Spannungen eingeschätzt werden.
Ziel dabei ist, Bewegungseinschränkungen in diesen Einheiten zu entfernen, um die vaskulären, nervalen und biologischen Funktionen zu fördern.
Beispiele von Indikationen:
‣Folgen von Schädeltraumen;
‣Folgen von neonatalen Geburtstraumen bei Kindern mit oder ohne neuromotorischen Störungen;
‣Dysfunktionen des Kauapparates und des Okklusionssystems;
‣bei Kopfschmerzen, Migräne, postkommotionellem Syndrom, Fazialisneuralgien etc.
‣bei Koordinationsschwierigkeiten oder Problemen der Steuerung der vitalen Funktionen des Organismus;
‣bei Konzentrations-, Lernschwierigkeiten und ADHS;
‣bei vaskulären Störungen und endokranialen Spasmen.
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